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Mieze Medusa & Markus Köhle
DOPPELTER TEXTPRESSO
Buch mit Audio-CD

Slampoetry – Eine Subkultur geht ihren Weg. Pointiert, witzig, komisch, traurig, kritisch und verdammt gut.

"Hier handelt es sich um Wortschatzerweiterungen ersten Ranges. Manche Formulierungen schreien direkt danach, laut vorgelesen zu werden.“ Helmuth Schönauer

Mit DOPPELTER TEXTPRESSO folgt nun der zweite Streich, das zweite buch- und abendfüllende Programm des Dreamteams der österreichischen Bühnenpoesie Mieze Medusa und Markus Köhle. Eindrücklich wird bewiesen, wie vielfältig die Literaturform der Slampoetry ist, wie unterhaltsam, raffiniert und sprachverliebt.

Die HipHop-Lyrikerin Mieze Medusa und der Autor und Paradeslammer Markus Köhle hosten den regelmäßigen Minoriten-Slam in Graz und den jährlichen Ö-SLAM, die österreichischen Poetry Slam Meisterschaften. Gastspiele in Literaturhäusern, bei Festivals und bei Snowboardevents verkomplettieren die Palette.

Endlich wird Klartext gesprochen über Themen wie: Brusthaarfreizügigkeit, Penisgrößeneruierung, Glückvernichtungslogik, Frühstückstischmelancholie und Durststrecken.

DOPPELTER TEXTPRESSO ist eine vollmundige Sache. Da es bei den Poetry Slams nicht so sehr um den Sieg geht, sondern darum, das Publikum für spritzig performte Literatur zu begeistern, gibt es im Buch auch eine CD, auf der die beiden Slammer zu hören sind.
Ihre Augen werden Ohren machen und die Ohren applaudieren!

Das königliche Poetryslam-Paar bittet zur Audienz. Ein Königreich für eine literarische Subkultur!

Textprobe
Ich lebe Take Away.
Nehm mir was ich will und leg dann
Münzen auf die Theken, Ladentische, Tresen,
leb aus Plastikbechern, ess im Gehen, und ich
red dabei mit wem
via mobiles Telefon, 2 Straßen weiter oder
um Zeitzonen verschoben; web mich ein in eine Welt
deren Grenzen ich nicht kennen will,
was heißt „Das darf ich nicht“?
was meinst du mit „So das geht nicht,
das kannst du nicht, ich lass dich nicht“?
Ich glaub doch immer noch daran,
ich glaub an Bauchgefühl als Masterplan.
Ich leb Systemfehler.
Erstens bin ich kinderlos.
Zweitens spar ich nicht auf die Privatpension.
Drittens spar ich keinen Strom.

„Österreich ist frei
– willig in katholischen Händen.
Was heißt hier: Hände? Richtige Kirchenpranken sind das, mächtige Klauen.
Und wer jetzt was von Banken und Klauen verstanden hat, der hat sich in diesem Fall verhört.
In Österreich ist die Kirche reich an Wald, Wiesen und Einflüssen.
Das war schon immer so, das war schon immer so und was schon immer so war, wird schon auch nicht ohne Grund immer so gewesen sein.
Nicht?“

ca. 150 S., Klappenbroschur
EUR 14,90
ISBN 978 3 85286 182 1


© MILENA Verlag 2007