€ 23.00
ISBN 978-3-903460-66-9
ca. 160 Seiten
gebunden mit Leseband und Farbschnitt
Erscheint September 2026
Alltagspoeten 3
In Wien liegt die Poesie auf der Straße. Der Grant, der Zynismus, aber auch die feine Klinge der Selbstironie. Hier die dritte Ausgabe der mittlerweile Kult gewordenen Alltagspoeten. Wiener Schmäh zum Nachlesen.
Zwischen Schmäh und Tragödie ständig hin- und hergerissen: In Wien liegt die Poesie auf der Straße. Wer durch die Stadt spaziert, im Kaffeehaus sitzt, im Supermarkt einkauft, mit der Straßenbahn fährt, taucht durch unzählige Gesprächsfetzen und Alltagssituationen hindurch.
„Das sollte man doch mal aufschreiben“, dachte sich Andreas Rainer vor über neun Jahren und startete die Plattform Wiener Alltagspoeten. Was als kurzes Experiment angelegt war, ist heute eine Instagram-Seite mit über 200.000 Followern. Seit 2025 gibt es auch ein Bühnenprogramm, und nun erscheint mit dem dritten Band der „Wiener Alltagspoeten“ eine weitere beste Auswahl der denkwürdigsten Zitate aus Wiens Straßen, Cafés und U-Bahnen in Buchform – inklusive bisher unveröffentlichter Gustostückerl.
Wer Wien erlesen möchte, kann den Reiseführer wegpacken, denn das
echte Wien ist das der Alltagspoeten.
12., Krankenhaus Meidling
Anästhesistin:
»Nach der Narkose dürfen Sie jetzt vierundzwanzig Stunden nicht Auto fahren.«
Patient:
»Ka Problem, i bin eh mit’m Motorrad da.«
2., Karmelitermarkt
Mann:
»Und, wie ist die Arbeit in deinem neuen Schicki-Micki-Lokal?«
Koch:
»Eh guat, aber wir ham halt viel
Vegetarier und so Gsindl.«
U6
Junge Frau erzählt am Telefon:
»Ja, mein neuer Freund kommt aus Niederösterreich.«
Ältere Dame:
»Haben S’ überhaupt kan Genierer?«
12., Supermarkt
Vater legt Bierflaschen aufs Kassaband.
Vater zu seinem Kind:
»Schau, ein Bier und ein Bier sind zwei Bier. Zwei Bier und zwei Bier sind?
– Genau, vier Bier.«
1., Urania Puppentheater
Kasperl-und-Pezi-Aufführung. Der böse Zauberer will den frischen Guglhupf der Großmutti verzaubern.
Kind schreit hinein:
»Lass den Guglhupf, du Oasch!«
5er Bim
Fahrerdurchsage:
»Hawara, mach die Tschick aus, du Volltrottel.«
41er Bim
Schaffnerin fragt zum zweiten Mal einen
älteren Herren nach dem Fahrschein.
Älterer Herr:
»Ah so, ich dachte, Sie wollen betteln.«
Schaffnerin:
»Na, des kummt dann in da Pension.«
6., Mariahilfer Straße
Ältere Dame 1:
»Hast gestern den Opernball geschaut?«
Ältere Dame 2:
»Ja, aber bin zwischendurch eingeschlafen, ohne den Lugner is no fader als sonst.«
U4
Siebenjähriger zu seinem Vater:
»Übrigens, ich hab mich jetzt geändert. Ich vertrag es jetzt schlecht, wenn man mir widerspricht.«
U6
Frau:
»Schatzi, ich liebe dich.«
Mann:
»Detto, oida.«